(body) in the fields, 2024

Installation: digitale Fotografien aus der Serie „in the fields“, Pigmentdruck auf Feder Voile, 2-lagig, Holzleisten/Nylon, ca. 100×70×10 cm

Installation: digital photographs from the series “in the fields”, pigment print on feather voile, 2-ply, wooden strips/nylon, approx. 100×70×10 cm

Die Fotografien zeigen Eindrücke nach der Zuckerrübenernte: große, abgedeckte Haufen, die sich in der Landschaft Mecklenburg-Vorpommerns ausbreiten. Unter den schweren Planen formten die aufgeschichteten Zuckerrüben eigenwillige Konturen – Formen, die unwillkürlich an Körper erinnern, manchmal sogar an eine Ansammlung von Totenschädeln, wie man sie aus den Katakomben Roms kennt. Gleichzeitig verliehen die weichen Falten der Planen der Szenerie etwas Sanftes, beinahe Schützendes.

Durch die installative Präsentation – zwei Schichten von Fotografien, auf Stoff gedruckt – wird dieser Eindruck von Verbergen und Behüten verstärkt. Die Transparenz und Überlagerungen lassen Zwischenräume entstehen, durch die die Betrachtenden hindurchschauen können. Es entsteht ein Moment des Dazwischen, im Blick, der sich suchend durch die Schichten bewegt.

Mich interessiert in diesen Bildern das Moment des Dazwischen: zwischen Funktion und Symbol, zwischen landwirtschaftlicher Realität und kulturellen Speicherräumen des Todes, zwischen Härte und Zartheit. Die Fotografien halten einen Zustand fest, in dem Bedeutung nicht festgelegt ist, sondern im Blick der Betrachtenden entsteht – als ein Schwebezustand von Wahrnehmung, Erinnerung und Projektion.

The photographs depict scenes after the sugar beet harvest: large, covered piles spreading across the Mecklenburg-Western Pomeranian landscape. Beneath the heavy tarpaulins, the stacked sugar beets formed peculiar contours—shapes that involuntarily evoke bodies, sometimes even a collection of skulls like those found in the catacombs of Rome. At the same time, the soft folds of the tarpaulins lent the scene a gentle, almost protective quality.

This impression of concealment and protection is reinforced by the installation—two layers of photographs printed on fabric. The transparency and layering create spaces through which viewers can peer. A moment of in-betweenness emerges, a gaze that searches through the layers.

What interests me in these images is this in-between moment: between function and symbol, between agricultural reality and cultural repositories of death, between hardness and tenderness. The photographs capture a state in which meaning is not fixed but arises in the viewer's gaze – as a state of suspension between perception, memory and projection.

Ausstellungsansicht | exhibition view: längst gefallene Flocken, mit Kai Gieseler, POOL/Siegen
Text: Mirjam Elburn
Bilder | Images: Mirjam Elburn

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patterns: Stadtraum & Landschaft

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